Kalifornien, USA

Als ich 11 Jahre alt war, reiste ich zum ersten Mal nach Südkalifornien. Enge Freunde meiner Familie waren in den siebziger Jahren von Deutschland dorthin ausgewandert. Die Gegend nördlich von San Diego war seitdem immer wieder Sehnsuchtsziel und gleichzeitig ein vertrautes Zuhause in der Ferne.

Dort habe ich auch zum ersten Mal Englisch gesprochen, ohne Englisch sprechen zu können. Zu sechst in einem VW California haben wir die berühmten Nationalparks besucht, Las Vegas und den Grand Canyon bestaunt, in den Pools der Campingplätze Nevadas getobt, Tage und Wochenenden an den Stränden verschiedener Beach Towns verbracht und haben Stadtluft in San Diego und LA geschnuppert.

So gingen einige Sommerferien Jahr um Jahr dahin. Dann eine lange Pause, ich weiß gar nicht, warum. Erst 2016, nach einiger Zeit, endlich wieder ein Flug nach LA.

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São Miguel, Azoren

Es heißt, die Azoren sind den USA näher als Portugals Festland. Geografisch mag das (fast) stimmen, kulturell kann ich das nicht bestätigen. Und doch ist es auffallend, wie viele Amerikaner azorianischer Herkunft in den Sommermonaten „ihre“ Inseln besuchen, um die Heimat und ihre Verwandten wiederzusehen.

Ich reiste im Juli 2016 auf die größte der Azoreninseln, genieße die Ruhe, Ursprünglichkeit und Abwechslung auf der Hauptinsel – und das trotz Hauptsaison. So muss sich eine Reise nach Festland-Portugal vor 40 Jahren angefühlt haben … Touristen gibt es nicht viele und wenn, tragen sie Wanderstiefel, gehen tauchen und sind generell sehr naturverbunden. Große Hotelbunker und überlaufene Orte gibt es zum Glück keine.
Dafür kann man hier die letzte Tee-Plantage Europas besuchen – ein wahrliches Kleinod und ein Ort aus einer längst vergangenen Zeit.

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Kapstadt, Südafrika

Kaum ein Land, kaum eine Reise und kaum eine Naturlandschaft der letzten Jahre hat mich so beeindruckt wie Kapstadt und Südafrika. Die Wochen, die ich dort verbracht habe, hallen bis heute nach in meinen Gedanken, Gefühlen und Erinnerungen. Mag sein, dass es nicht das „richtige“ Afrika ist, das man dort erlebt – was spielt das aber für eine Rolle für die eigene Erinnerung? Und was ist das „richtige“ Afrika überhaupt?

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Miami, Florida

Ikonenhaft, schwül-heiß, vibrierend: Miami Beach. Ein guter Freund von mir lebte dort berufsbedingt für drei Jahre. In wenigen Minuten zu Fuß gelangte ich von seiner Wohnung an den Rodeo Drive. Nur wenige Straßen in den USA wurden öfter in Szene gesetzt und lassen sich das so gerne gefallen.

Mich zog es ans Wasser, an den Strand, wo ein Hotel- und Apartment-Komplex neben dem anderen steht. Aber der Blick über das Meer, hin zum Horizont ist frei, unendlich scheint sich das Blau auszubreiten.

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Beobachtungen im Nordmeer

Nordkap Norwegen
Das Nordkap, um 1 Uhr nachts.

Es ist bereits sieben Jahre her, doch heute noch sehe ich sie vor mir: Eine kleine, ältere Dame, sie steht ganz allein an der Reling des Schiffes, das uns entlang Norwegens Küste gen Norden bringt, bis am Nordkap die Reise wieder zurück nach Süden geht. Außer ihr und mir befindet sich niemand an Deck.

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Julia Gebauer | Reisen & Fotografie
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